Klettergartenholz

Einen guten und erfolgreichen Klettergarten zu bauen erfordert viel Know-How und hochwertige Werkstoffe.

Das Produkt



Die Ansprüche an Statik, Optik, Sicherheit und an die Lieferzeit steigen.
Insbesondere der Werkstoff Holz kann in Ihrem Projekt den entscheidenden Unterschied machen.
Holz ist ein natürliches Produkt mit variablen Eigenschaften. Umso wichtiger und auch herausfordernder ist es die technischen Vorgaben der Statiker einzuhalten.

Unsere Erfahrung in der Bereitstellung von Masten zur Produktion von Hochspannungsleitungen ermöglicht es uns, bereits an den stehenden Bäumen exakt die richtigen Maße auszuwählen.

Entsprechend dem Kundenwunsch werden die Klettergarten Masten bereits im Wald durch die Hiram GmbH ausgewählt, sortiert und ausgehalten.

Die Längen- und Durchmesservorgaben werden konsequent erfüllt und erleichtern das Errichten des Klettergartens.


Masten nach Maß



Die Baumartenwahl ist variabel. Aktuell werden die meisten Klettergärten für den Außenbereich (Nutzungsklasse 3) in haltbarer Douglasie „Natur“ oder auch imprägniert gewünscht. Für den Innenbereich wird gerne die klassische Ficht oder die im Schwarzwald heimische Tanne verwendet. Die Tanne hat hier auch den Vorteil eines absolut harzfreien Holzkörpers, welcher gewöhnlich beim Abtrocknen zu sehr geringer und feiner Rissbildung neigt.

Gewöhnlich produzieren wir unsere Masten in Längen von 8 bis 20 Meter. Aber auch Sonderlängen über 20 Metern können mittels Spezialtransport realisiert werden.

Kürzere Längen als Aufstiegsmast, Balancierstange oder zur sonstigen Verwendung werden selbstverständlich ebenso gerne bereitgestellt.

Auf Wunsch können noch vor Anlieferung auf der Baustelle oder im eigenen Werk notwendige Abbundarbeiten vorgenommen werden.

Die Bereitstellung der Klettergartenmasten kann ab Werk, frei Baustelle oder frei Werk erfolgen.

Lieferung erfolgt nach Auftragseingang innerhalb von 4-6 Wochen.


 

Entrindung


Die Entrindung trägt maßgeblich zu einer erhöhten Dauerhaftigkeit und besseren Bearbeitbarkeit der Hölzer bei.

Ohne Entrindung können Feuchtenester entstehen und damit einhergehend siedeln sich holzzersetzende Pilze und Insekten an.

Da der konstruktive Holzschutz bei Klettergärten eine der günstigsten und effektivsten Maßnahmen zum Schutz der wertvollen Masten darstellt, bieten wir Ihnen gerne verschiedene Arten der Entrindung an.

Eine Entrindung, unabhängig davon wie diese technisch gelöst wird, ist die Grundvoraussetzung für anschließende weitere Abbundarbeiten, Anplattungen oder Bohrungen.

Holz ohne Rinde trocknet schneller ab und ist somit resistenter gegenüber holzzersetzenden Pilzen oder Schadinsekten.



Manuelle Entrindung:

 

Auf Grund des hohen Einsatzes an Manpower, ist die manuelle Entrindung von Klettergartenmasten nicht für große Stammholzmengen geeignet. Für kleine Partien und zum Nachputzen maschinell entrindeter Stämme, ist das Räppeln immer noch die klassische Anwendungsmethode.

Die manuelle Entrindung verleiht den Stämmen einen ganz eigenen Look. Durch das stammparallele Entrinden zeigt sich beim Abtrocknen des Kambiums eine dunkle und gestreifte Maserung.


Maschinelle Entrindung:

 

Die maschinelle Entrindung ist das Mittel der Wahl, sobald es darum geht größere Mengen Stammholz oder Masten zu entrinden. Durch die am Stamm entlang rotierenden Schälmesser zeichnet sich eine leichte spiralförmige Optik am Stammkörper ab.

Die maschinelle Entrindung ist, sofern sie auf Grund technischer und örtlicher Gegebenheiten möglich ist, die kostengünstigste Entrindungsmöglichkeit.

Mobile Entrindungsmaschinen sind meist sehr sperrige Anlagen, aufgebaut auf ein/zwei LKW oder einem LKW und einem Hängeraufbau.


Hochdruck Entrindung:

 

Die Entrindung von Klettergartenstämmen mittels Hochdruckreiniger ist die besondere Art, um Stämme von ihrer Rinde zu befreien.

Durch Wasser, welches mit hohem Druck auf die Oberfläche des Stammes trifft, lösen sich Rinde, Bast und Kambium vom Stamm ab, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Stamm wirkt, als hätte sich die Rinde in Luft aufgelöst und lässt selbst feinste Details der Stammoberfläche wunderbar zur Geltung kommen.

Jeder Stamm wird bei der Hochdruckentrindung Dezimeter für Dezimeter abgearbeitet und die Oberfläche kann bei dieser Gelegenheit sehr genau auf Schäden überprüft werden.

Kleinere Fäll- oder Rückeschäden können anschließend leicht, mittels Schleifer oder Hobel, überarbeitet werden.

Das Verfahren ist sehr zeitaufwendig und eignet sich daher hauptsächlich für kleine bis mittelgroße Mengen an Klettergartenholz.

Äste und überwachsene Holzstrukturen ergeben nach dem Entrinden interessante Masserungen auf der Stammoberfläche.

Anplattung



Noch vor einigen Jahren wurden beim Bau von Klettergärten die Masten im Erdreich eingegraben oder gar betoniert.
Mittlerweile ist es üblich, die Klettergartenmasten auf fundamentierte Stahlfüße zu stellen. Dies hat den großen Vorteil, dass der bei den Masten besonders empfindliche Übergang des Erd-Luftbereichs vermieden wird. Diese Art Klettergärten zu bauen entspricht der Gefährdungsklasse 3, während direkt eingegrabene Masten der Gefährdungsklasse 4 zugeordnet werden.

Auf ihren Podesten kann das Holz sauber abtrocknen und der Holzzersetzung durch Pilze wird entgegengewirkt.

Für Ihre Stahlschuhe können wir Ihnen Ihre Masten mit entsprechend vorbereiten Mastfüßen anbieten:



  • Einfach

Der „Klassiker“

Zwei absolut parallele Schnitte ermöglichen das „Einspannen“ der Masten.

Es sollte beachtet werden, dass der unbearbeitete Mastdurchmesser auf der Länge der Anplattung deutlich über dem lichten Maß der Anplattung liegt. Auf diese Weise entsteht ein vor Feuchtigkeit schützendes Dach über den Stahlteilen und Bohrungen.

  • mit Kreuzschnitt

Mit diesem Einschnitt können die Masten auf ein „Kreuz“ gestellt werden. Durch den Kreuzschnitt wird die äußere Schicht des Mastes weniger verletzt. Dies wirkt sich positiv auf die Haltbarkeit der Masten aus.

  • Sonderwünsche

Auf Anfrage können auch andere Arten der Anplattung sowie die fertigen Bohrungen für die Verschraubungen der Mastfüße geliefert werden.

Fräsen


Das Fräsen der Stämme beinhaltet eine gleichmäßige Durchmesserreduktion der Hölzer auf einen fixen Stammdurchmesser. Wie der Name schon sagt, werden auf der gesamten Länge des Stammes die äußeren Jahrringe abgefräst. Der Durchmesser des Rundholzes ist danach auf der kompletten Länge des Stammes gleich. Es ergibt sich eine perfekte Zylinderform.

Der mögliche Enddurchmesser beim Fräsen liegt aktuell bei 30 cm. Dabei können Stammlängen bis 8m verarbeitet werden.

Schälen



Schälen bedeutet die Oberfläche der Klettergartenhölzer mittels Hobelsystemen zu nivellieren. Hierbei werden Unebenheiten am Stamm oder auch Schadstellen, durch die leichte Reduktion des Durchmessers, entfernt. Beim Schälen der Stämme wird auf der gesamten Stammlänge nur eine etwa 5mm starke Schicht des oder der obersten Jahrringe entfernt.
Die Struktur und der Wuchs des Stammes bleiben weitgehend erhalten.
Es entsteht ein perfekt gleichmäßiger Stammkörper, welcher immer noch die natürliche Abnahme des Stammdurchmessers aufweist.

Stammlängen bis 23 m und maximale Durchmesser von 52 cm am Stammfuß können so bearbeitet werden.

Das Schälen und auch das Fräsen der Klettergartenstämme setzen aus technischen Gründen die vorhergehende Entrindung voraus.

Holzschutz



Die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit stehen beim Bau von Klettergärten auf der Prioritätenliste für gewöhnlich ganz weit oben.

Die Imprägnierung der Masten in Kombination mit fachgerechtem konstruktivem Holzschutz kann die Lebenszeit Ihres Klettergartens um bis zu fünfzig Prozent verlängern. Aufwendige Wartungsarbeiten, durch morsch werdende Stämme oder Stammteile welche ersetzt werden müssen, können somit reduziert werden.

Um eine saubere Imprägnierung mittels Wechseldruck garantieren zu können, müssen die Stämme bevor sie in die Imprägnierkammer kommen, von sämtlichen Rindenresten sowie dem Bast und dem Kambium, befreit werden. Dies erfolgt entweder durch Schälen der Stämme oder durch saubere Entrindung mit Hilfe eines Hochdruckreinigers.

 

Als Holzschutzmittel kommen nur für spielgerätegeeignete Imprägnierungen, wie Wolmanit CX8 oder Korasit KS2, zum Einsatz. Diese sogenannten grünen Imprägnierungen basieren auf chromfreien Kupferkomplexverbindungen.

Anplattungen und Bohrungen im Bereich des Stammfußes sollten unbedingt vor der Imprägnierung erfolgen. Die schützende Imprägnierung im Bereich der Bohrlöcher und der Anschnitte würde sonst geschwächt werden.

Für Klettergärten empfiehlt es sich, diese konstruktiv so zu planen, dass die Anforderungen an das Holz der Gefährdungsklasse 3 entsprechen.

Beim Einbau der Klettergartenmasten direkt im Erdreich, empfiehlt es sich den Masten im besonders gefährdeten Bereich in der Erd-Luft-Zone nochmals zusätzlich mittels einer Holzschutzbandage zu schützen. Bei der Holzschutzbandage wird eine Kupfer-Zink-Folie mittels einer sich vulkanisierenden Manschette an den Stammfuß gepresst. Durch den direkten Kontakt der Kupferfolie wird das Holz im entsprechenden Bereich zusätzlich gegen die Zersetzung durch Pilze oder den Befall von holzzersetzenden Insekten geschützt.

Logistik/Liefermöglichkeiten


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Ein besonderer Service der Hiram GmbH ist die kurzfristige Bereitstellung und vollständige Logistik der Stämme bis hin zur Baustelle.

Je nach Auftragsumfang und – komplexität können die Klettergartenstämme der Hiram GmbH bereits 3-6 Wochen nach Auftragseingang geliefert werden.
Die Anlieferung zu der Baustelle erfolgt nach Absprache mit dem Kunden oder dem Bauleiter vor Ort nach Wunschtermin. So können Sie den Einsatz des Montagetrupps, der benötigten Maschinen und Gerätschaften vor Ort effektiv und effizient planen.

Auf Kundenwunsch können die Hölzer selbstverständlich auch direkt auf unseren Lagerplätzen oder dem zuletzt verarbeitenden Betrieb selbst abgeholt werden.

Durch unser großes Netzwerk an Partnern aus der holzweiterverarbeitenden und holzbearbeitenden Industrie, können die Klettergartenhölzer schnell, flexibel und kostengünstig bereitgestellt werden.